Schutzdauer- und Mengenrechner für Sonnencreme
Dieses Werkzeug schätzt anhand Ihrer eigenen Angaben zwei Dinge: wie stark eine Sonnencreme mit angegebenem SPF die Zeit bis zur Hautrötung verlängern kann und wie viel Creme eine Ganzkörperanwendung für eine Person Ihrer Größe braucht. Außerdem zeigt es, wie viele Ganzkörperanwendungen eine Flasche einer bestimmten Größe enthält. Die Schätzwerte helfen, das Nachcremen zu planen und die richtige Flaschengröße für einen Strandtag oder den Urlaub zu wählen. Diese Seite misst keine UV-Strahlung, liest keine Wetterdaten und kann nicht sagen, ob eine bestimmte Sonnencreme Ihre Haut tatsächlich schützt.
Methode und Formel
Die Schutzdauer-Schätzung nutzt die verbreitete Faustregel, dass das SPF die Zeit vervielfacht, nach der die Haut ohne Schutz erröten würde:
Schutzdauer = Zeit bis zum Sonnenbrand × SPF
Nachcrem-Intervall = min(Schutzdauer, 120 Minuten)
Die Zeit bis zum Sonnenbrand ist die Anzahl der Minuten, die Sie ohne Creme in der kräftigen Mittagssonne bleiben können, bevor die Haut zu erröten beginnt. Sehr helle Haut liegt bei etwa 10 Minuten, stark pigmentierte bei etwa 40 — doch die eigene Erfahrung ist der bessere Eingabewert.
Die Mengenschätzung verwendet die Referenzdosis aus den SPF-Labortests — 2 mg Creme pro Quadratzentimeter Haut — zusammen mit der Körperoberflächen-Formel von Mosteller:
Körperoberfläche = √(Größe (cm) × Gewicht (kg) ÷ 3600) Quadratmeter
Menge pro Anwendung = Körperoberfläche × 20 Gramm (2 mg/cm² × 10,000 cm²/m² = 20 g/m²)
Anwendungen pro Flasche = floor(Flaschengröße ÷ Menge pro Anwendung)
Durchgerechnetes Beispiel
Für eine Person, die ohne Creme nach 15 Minuten rot wird, mit SPF 30, Größe 170 cm, Gewicht 65 kg und einer Flasche mit 100 ml:
- Körperoberfläche: √(170 × 65 ÷ 3600) ≈ 1.75 m²
- Menge pro Anwendung: 1.75 × 20 ≈ 35 ml
- Schutzdauer: 15 × 30 = 450 Minuten
- Nachcrem-Intervall: min(450, 120) = 120 Minuten
- Anwendungen pro Flasche: floor(100 ÷ 35) = 2
Die Zahlen decken sich mit gängigen Empfehlungen: Ein Erwachsener braucht pro Ganzkörperanwendung etwa ein Schnapsglas (rund 30–35 ml) Sonnencreme, und eine kleine Reiseflasche reicht nur für ein paar Ganzkörperanwendungen.
Was das Ergebnis bedeutet
Die Schutzdauer ist eine grobe Obergrenze, keine Garantie für sicheres Sonnenbaden. Der tatsächliche Schutz liegt meist unter dem Etikettenwert, weil die meisten Menschen weit weniger als die Testdosis von 2 mg/cm² auftragen und Wasser, Schweiß und Kleidung Creme abtragen. Deshalb empfehlen dermatologische Fachgesellschaften, unabhängig vom SPF mindestens alle zwei Stunden nachzucremen — genau das zeigt das Nachcrem-Intervall.
Die Menge pro Anwendung setzt eine Ganzkörperanwendung in der Testdosis von 2 mg/cm² voraus. Wer nur Arme, Gesicht und Hals eincremt, braucht weniger; wer großzügig aufträgt, braucht mehr. „Anwendungen pro Flasche“ zählt nur Ganzkörpermengen.
Genauigkeit und Grenzen
- Die Zeit bis zum Sonnenbrand wird vom Nutzer selbst angegeben und schwankt mit UV-Index, Höhenlage, Breitengrad, Jahreszeit, Tageszeit und kürzlichem Sonnenkontakt. Das Werkzeug nimmt keine dieser Korrekturen vor.
- SPF wird im Labor bei einer Schichtdicke von 2 mg/cm² getestet. Bei halber Dicke kann der gemessene Schutz deutlich unter dem deklarierten SPF liegen; zu sparsames Auftragen verkürzt die tatsächliche Schutzdauer erheblich.
- Die Mosteller-Formel ist eine Näherung der Körperoberfläche; die daraus abgeleitete Menge ist eine Planungsgröße, keine Dosieranweisung.
- Das Werkzeug bildet keine Wasserfestigkeit, kein Abreiben mit Handtüchern, keine Säuglingshaut, keine medikamentöse Photosensibilität und keine Vitamin-D-Effekte ab. Sonnencreme ist nicht der gesamte Sonnenschutz: Schatten und Kleidung zählen genauso. Bei medizinischen Fragen zur Sonnenempfindlichkeit wenden Sie sich an eine Fachperson.
Quellen
- American Academy of Dermatology — Sonnencreme richtig auftragen — Quelle der Referenzdosis von 2 mg/cm², der Mengenempfehlung für den ganzen Körper und des Zwei-Stunden-Nachcrem-Rats.
- Mosteller RD. Vereinfachte Berechnung der Körperoberfläche. N Engl J Med. 1987;317(17):1098 — Körperoberflächen-Formel der Mengenschätzung.
Redaktioneller Nachweis
Verfasst vom Redaktionsteam von SoupCalc; die methodische Prüfung übernahm das Engineering-Review von SoupCalc. Schutzdauer-Regel, Mosteller-Mengenschätzung, Beispiele, Quellenlinks und die tatsächlichen Funktionen der Seite wurden zuletzt am 2. September 2026 überprüft.